Photo: McLaren
Die Formel 1 hat sich auf eine Reihe von Anpassungen der Antriebseinheiten geeinigt, die darauf abzielen, ein übermäßiges Energiemanagement zu reduzieren und die Action auf der Rennstrecke zu verbessern. Die Änderungen, die ab 2027 schrittweise eingeführt werden, werden den Beitrag des Verbrennungsmotors erhöhen und gleichzeitig die Hybrid-Philosophie des Sports beibehalten.
Der Automobilweltverband FIA hat bestätigt, dass sich die Teams und die Hersteller von Antriebseinheiten auf einen überarbeiteten Entwicklungspfad für die Hybridmotoren geeinigt haben. Mit den Aktualisierungen sollen Bedenken ausgeräumt werden, die in der ersten Saison des neuen Reglements geäußert wurden, insbesondere die starke Betonung des Energiemanagements.
Ab 2027 wird der Verbrennungsmotor einen größeren Anteil an der Gesamtleistung liefern. Der Kraftstoffdurchsatz wird um fünf Prozent steigen, wodurch die Leistung des Verbrennungsmotors von 400 kW auf 420 kW erhöht wird, ohne dass größere Hardwareänderungen erforderlich sind. Gleichzeitig wird die maximale Leistung des Elektromotors von 350 kW auf 300 kW reduziert.
Der Überholmodus bleibt mit 350 kW unverändert und stellt sicher, dass die Fahrer bei Kämpfen auf der Strecke weiterhin einen deutlichen Leistungsschub erhalten. Gleichzeitig wird die maximale Energiegewinnung von 250 kW auf 375 kW erhöht, wodurch sich das Leistungsverhältnis zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb auf 58/42 verschiebt.
Die zweite Stufe des Plans wird im Jahr 2028 eingeführt. Der Kraftstoffdurchsatz wird gegenüber der ursprünglichen Spezifikation von 2026 um weitere 13 Prozent steigen, wodurch die ICE-Leistung auf 450 kW angehoben und die langfristige 60/40-Leistungsverteilung eingeführt wird. Auch die Energiegewinnungskapazität wird erneut steigen und 400 kW erreichen, während die Einstellungen für den Einsatz und den Überholmodus gleich bleiben.
Die FIA bestätigte auch Anpassungen der finanziellen Regelungen für die Antriebseinheiten, die den Herstellern zusätzlichen finanziellen Spielraum für die Entwicklung der neuen Technologie geben. Die Vorschläge werden bei der Sitzung des FIA World Motor Sport Council am 23. Juni in Macau zur endgültigen Genehmigung vorgelegt.
In einer Erklärung erklärte die FIA, die Änderungen seien das Ergebnis der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen dem Dachverband, dem Formel-1-Management, den Teams und den Motorenherstellern mit dem Ziel, das Reglement auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Praxis zu verfeinern.
Die Überarbeitungen erfolgen, nachdem die Einführung der 2026er-Aggregate zwar zu spannenderen Rennen geführt, aber auch einige Herausforderungen aufgezeigt hat. Die Fahrer haben regelmäßig das erforderliche Energiemanagement kritisiert, das in einigen Qualifying-Sitzungen und Rennen ein hohes Maß an Lift-and-Coast-Fahrten anstelle von Vollgasattacken erforderte.
Die Motorenhersteller vertraten unterschiedliche Ansichten darüber, wie schnell Änderungen eingeführt werden sollten. Einige sprachen sich für umfangreichere Überarbeitungen bereits im Jahr 2027 aus, während andere argumentierten, dass ein schrittweises Vorgehen realistischere Entwicklungszeiträume ermöglichen würde. Der vereinbarte Kompromiss sieht vor, dass die Formel 1 ihre Hybridformel in den nächsten zwei Saisons kontinuierlich verfeinert, anstatt eine einzige große Überarbeitung vorzunehmen.
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