Photo: Mercedes F1
George Russells Hoffnung auf den Sieg beim Großen Preis von Kanada endete dramatisch, nachdem ihn ein Defekt an der Power Unit während der Führung aus dem Rennen warf. Der Brite zeigte sich frustriert über die verpasste Chance nach einem spannenden Duell mit seinem Teamkollegen Kimi Antonelli.
Russell sah in Montreal lange wie der Favorit auf den Sieg aus. Nach dem Start von der Pole-Position lieferte er sich mit Antonelli einen spektakulären Kampf um den ersten Platz. Die beiden Mercedes-Piloten fuhren mehrere Runden Rad an Rad in einem der spannendsten Duelle der bisherigen Saison.
In Runde 30 war Russells Rennen jedoch plötzlich vorbei, als sein Mercedes einen irreparablen Defekt an der Power Unit erlitt – genau in dem Moment, als er das Rennen anführte. Der Brite war beim Aussteigen aus dem Auto sichtlich wütend, da ihm erneut eine große Chance entglitt.
„Ungläubigkeit“, sagte Russell nach dem Rennen, wie von der offiziellen Formel-1-Website zitiert.
„Es fühlt sich so an, als wolle jemand nicht, dass ich um diese Meisterschaft kämpfe. In drei der letzten fünf Rennen ist einfach irgendetwas gegen uns gelaufen. Mir fehlen gerade ein bisschen die Worte“, fügte Russell hinzu.
Russells Ausfall öffnete Antonelli die Tür, seine beeindruckende Form fortzusetzen. Der Italiener feierte seinen vierten Grand-Prix-Sieg in Folge und baute seinen Vorsprung in der Meisterschaft vor dem Monaco-GP auf 43 Punkte gegenüber seinem Teamkollegen aus.
Trotz des bitteren Endes zeigte sich Russell stolz auf seine eigene Leistung an diesem Wochenende – besonders nach der Kritik, die er nach dem schwierigen Miami-GP einstecken musste.
„Ja, ich habe den Kampf geliebt“, sagte er über das Duell mit Antonelli.
„Ich war zufrieden damit, wie ich damit umgegangen bin und wie ich gefahren bin. Insgesamt bin ich mit meiner persönlichen Leistung an diesem Wochenende sehr zufrieden. Nach Miami gab es viele Zweifel und viele Kommentare, aber ich weiß, was ich kann. Pole im Sprint, Sieg im Sprint, Pole in der Qualifikation, Führung im Rennen. Harte Kämpfe – ich habe das Duell wirklich genossen und hätte gerne noch 30 weitere Runden darum gekämpft. Ich hätte nur zu gerne gesehen, wie es ausgegangen wäre, aber so ist es nun mal“, schloss der Mercedes-Pilot.
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