Photo: Rob Gray (Polarity Photo)
Pedro Acosta wird sich einer Handgelenksoperation unterziehen, nachdem er beim MotoGP-Grand-Prix in Assen aufgeben musste. Der KTM-Fahrer erklärte, dass ein Karpaltunnelsyndrom zu starken Taubheitsgefühlen in seiner rechten Hand geführt habe, wodurch es ihm unmöglich war, sein Motorrad während des Rennens ordnungsgemäß zu steuern.
Pedro Acosta wird sich am Dienstag einer Handgelenksoperation unterziehen, nachdem er beim MotoGP-Grand-Prix von Assen in den Niederlanden das Rennen vorzeitig beenden musste. Der junge spanische Fahrer litt unter dem Karpaltunnelsyndrom, einer Erkrankung, die die Nerven im Handgelenk beeinträchtigt und Schmerzen, Taubheitsgefühle sowie Schwäche in der Hand verursachen kann.
Acosta startete von Platz acht ins Rennen und arbeitete sich schnell im Feld nach vorne. Er lieferte sich mehrere Runden lang ein Duell mit Marc Márquez um einen Platz unter den Top 5 und schien auf dem besten Weg zu einem guten Ergebnis zu sein. Doch sein Rennen endete bereits zur Halbzeit, als er das Tempo drosselte und an die Box zurückkehrte.
Zunächst gingen viele davon aus, dass sein KTM-Motorrad ein technisches Problem hatte. Später zeigten Fernsehkameras, wie Acosta vor Schmerzen seine rechte Hand schüttelte, was deutlich machte, dass ein körperliches Problem die Ursache war.
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— MotoGP™🏁 (@MotoGP) June 28, 2026
Nach dem Rennen erklärte Acosta, dass er das Gefühl in seinem Handgelenk und seiner Hand verloren hatte. Dies machte es ihm extrem schwer, die Vorderradbremse seines Motorrads zu kontrollieren. Er sagte, es habe Momente gegeben, in denen er den Bremshebel nicht richtig spüren konnte und die Bremse lösen musste, um nicht mit dem vor ihm fahrenden Fahrer zusammenzustoßen.
Der 21-Jährige gab bekannt, dass er bereits seit 2025 mit diesem Problem zu kämpfen habe. Er brachte auch einen Fehler auf der Rennstrecke von Motegi im vergangenen Jahr mit demselben Problem in Verbindung und erklärte, er habe das Gefühl in seiner Hand verloren und die Bremse nicht mehr richtig kontrollieren können. Laut Acosta war die Situation in Assen die schlimmste, die er bisher erlebt hat.
Der KTM-Fahrer und sein medizinisches Team hatten ursprünglich geplant, die Operation erst später in der Saison durchzuführen. Nachdem sich seine Symptome jedoch während des Grand-Prix-Wochenendes in den Niederlanden deutlich verschlimmert hatten, beschlossen sie, nicht länger zu warten. Die Operation wird nun vor dem nächsten Rennen in Deutschland stattfinden.
Das Karpaltunnelsyndrom ist eine häufige Erkrankung, die auftritt, wenn der Nervus medianus beim Durchqueren eines engen Durchgangs im Handgelenk komprimiert wird. Bei Motorradrennfahrern können der ständige Druck auf den Lenker und wiederholte Handgelenksbewegungen das Problem manchmal verschlimmern.
Acosta hofft, dass die Operation das Problem beheben und ihm eine schnelle Rückkehr ins Renngeschehen ermöglichen wird. Wenn seine Genesung gut verläuft, rechnet er damit, für den Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring startbereit zu sein.
Das Grand-Prix-Wochenende in den Niederlanden war für den KTM-Fahrer von Anfang bis Ende schwierig. Technische Probleme mit den Sensoren schränkten seine Fahrzeit am Samstag ein und beeinträchtigten seine Leistung im Qualifying. Letztendlich sammelte er über das gesamte Wochenende hinweg nur einen einzigen Meisterschaftspunkt.
Obwohl er während des Rennens ein hohes Tempo vorlegte und ganz vorne mitkämpfte, verließ Acosta Assen frustriert. Angesichts der technischen Probleme und seines sich verschlechternden Handgelenkzustands war es ein Wochenende, das er so schnell wie möglich vergessen möchte. Sein Fokus liegt nun darauf, sich von der Operation zu erholen und für den nächsten Lauf der MotoGP-Saison wieder voll einsatzfähig zu sein.
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