Aprilia enttäuscht, trotz starker Ergebnisse keinen Titelsponsor zu haben

Photo: Aprilia Racing

25. 01. 2026 14:36 CET
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Aprilia enttäuscht, trotz starker Ergebnisse keinen Titelsponsor zu haben

Eliška Ryšánková

Eliška Ryšánková

News.GP-Journalist, der sich mit der spannenden Welt der MotoGP und der Formel 1 beschäftigt.

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Aprilia genießt eine seiner besten Perioden in der MotoGP, mit Rennsiegen und regelmäßigen Podiumskämpfen. Allerdings hat Teamchef Massimo Rivola zugegeben, dass er enttäuscht ist, dass das italienische Werk immer noch keinen großen Titelsponsor hat, auch wenn der Sport unter neuen Eigentümern wächst.

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Das MotoGP-Team von Aprilia gewinnt Rennen, kämpft an der Spitze und erlebt eine der besten Zeiten in seiner Geschichte. Aber abseits der Rennstrecke fehlt immer noch eine große Sache: ein Titelsponsor.

Teamchef Massimo Rivola hat offen gesagt, dass er unglücklich darüber ist, dass sich das Team keinen großen Namenspartner gesichert hat. Ein Titelsponsor ist ein Unternehmen, das einem Team seinen Namen gibt und in der Regel eine große Summe Geld einbringt. In der modernen MotoGP ist diese Art von Vertrag sehr wichtig für die Budgets.

Mit Blick auf die Saison 2026 hat jedes andere Werksteam einen solchen Sponsor. Aprilia steht in diesem Bereich alleine da. Obwohl die Marke mit mehreren bekannten Partnern zusammenarbeitet, ist keiner von ihnen der Hauptsponsor.

Das liegt nicht daran, dass Aprilia im Rennsport schwach ist. Eher das Gegenteil ist der Fall. Das Team aus Noale in Italien hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt verbessert. Starke technische Arbeit, kluge Führung und talentierte Fahrer haben das Projekt wachsen lassen. In der vergangenen Saison gewann Aprilia vier Rennen und wurde Zweiter in der Herstellerwertung, ein klares Zeichen dafür, dass es jetzt zu den Top-Teams gehört.

Das Problem liegt eher in der Größe und im Geld. Aprilia ist Teil der Piaggio-Gruppe, einem berühmten Namen in der Motorradwelt. Dennoch ist das Unternehmen viel kleiner als einige Konkurrenten. Honda und Yamaha sind riesige globale Unternehmen. Ducati ist mit dem riesigen Volkswagen-Konzern verbunden, und KTM wird vom indischen Riesen Bajaj stark unterstützt. Im Vergleich zu diesen Unternehmen verfügt Aprilia über weniger finanzielle Ressourcen.

Rivola erklärte, dass der Glaube an das Projekt sehr wichtig sei. Er sagte, dass der Erfolg von Menschen, Ingenieuren, Fahrern, Managern und Partnern abhängt, die alle zusammenarbeiten. Dennoch gab er zu, dass er gehofft hatte, dass die guten Ergebnisse des Teams inzwischen einen Top-Sponsor anlocken würden.

Er sagte sogar, er würde gerne eines Tages den CEO von Piaggio anrufen und sagen, dass der Rennstall 10 Millionen Euro zusätzlich zu seinem Budget gefunden hat. Das zeigt, wie wichtig Fremdfinanzierung in der modernen MotoGP ist. Rennsport auf diesem Niveau ist extrem teuer, mit ständiger Entwicklung von Motorrädern, Teilen und Technologie.

Auch die allgemeine Situation in der MotoGP spielt eine Rolle. Die Meisterschaft ist jetzt im Besitz von Liberty Media, der gleichen Firma, die hinter der Formel 1 steht. Viele Fans hoffen, dass dies der MotoGP helfen wird, wirtschaftlich zu wachsen. Die Rennen sind schon jetzt spannend, schnell und eng, aber die kommerzielle Seite ist immer noch kleiner als in der Formel 1.

Die Formel-1-Teams sind jeweils mehr als eine Milliarde Dollar wert. Die MotoGP-Teams sind weit weniger wert. Große internationale Marken entscheiden sich oft dafür, ihr Geld in der Formel 1 auszugeben, weil sie dort eine große weltweite Präsenz und ein luxuriöses Image haben. Die MotoGP ist zwar sehr beliebt, hat aber nicht dasselbe finanzielle Niveau erreicht.

Rivola ist nicht der Meinung, dass die MotoGP einfach die Formel 1 kopieren sollte. Er glaubt, dass der Motorradsport seine eigene Identität hat und diese schützen sollte. Aber er stimmt zu, dass der Sport für große Unternehmen attraktiver werden muss. Er sagt, dass die Fahrer mehr als öffentliche Gesichter des Sports genutzt werden sollten, um die MotoGP auf der ganzen Welt zu bewerben.

Eine weitere Herausforderung ist die lange Saison. Der Kalender umfasst nun 22 Rennwochenenden, was einen Rekord darstellt. Das setzt Fahrer, Mechaniker und Ingenieure unter Druck. Rivola sagte, dass ein kleinerer Kalender einfacher wäre, aber er erwartet nicht, dass das passieren wird. Mehr Rennen bedeuten mehr Show und mehr Einnahmen für die Meisterschaft.

Eine mögliche Lösung, so Rivola, könnte darin bestehen, stattdessen die Zahl der Tests zu reduzieren. In der Formel 1 gehen die Teams mit vollen Terminkalendern um, indem sie mehr Personal einstellen und dieses rotieren lassen. Die MotoGP-Teams können sich das noch nicht immer leisten.

Für Aprilia ist das Ziel klar: weiter auf der Strecke gewinnen und hoffen, dass die geschäftliche Seite aufholt. Rivola glaubt, dass, wenn die MotoGP wächst und größere Sponsoren anzieht, auch Aprilia davon profitieren wird. Bis dahin muss das Team seinen Wert dort unter Beweis stellen, wo es am wichtigsten ist: am Renntag

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