Photo: Ferrari
Lewis Hamiltons bahnbrechender Sieg für Ferrari in Spanien hat den ehemaligen Formel-1-Fahrer Jolyon Palmer davon überzeugt, dass der siebenfache Weltmeister weiterhin ein ernstzunehmender Anwärter auf den Titel 2026 ist.
Lewis Hamiltons erster Sieg als Ferrari-Pilot könnte sich als weitaus bedeutender erweisen als nur ein einzelner Rennsieg. Laut dem ehemaligen Formel-1-Piloten Jolyon Palmer hat das Ergebnis in Barcelona gezeigt, dass der siebenfache Weltmeister über alle notwendigen Voraussetzungen verfügt, um in der zweiten Saisonhälfte ernsthaft um den Weltmeistertitel mitzukämpfen.
Ferrari war mit einem umfangreichen Upgrade-Paket für den SF-26 nach Spanien gereist, und die Verbesserungen zahlten sich sofort aus. Hamilton verwandelte das neu gewonnene Tempo des Teams in einen Sieg, während der Tabellenführer Kimi Antonelli aufgrund eines Ausfalls der Antriebseinheit einen kostspieligen Ausfall hinnehmen musste, wodurch sich sein Vorsprung an der Tabellenspitze auf 41 Punkte verringerte.
Das Ergebnis hat die Dynamik im Titelkampf verschoben und neuen Optimismus hinsichtlich der Aussichten von Ferrari für den Rest der Saison geweckt.
„Ich sehe keinen Grund, warum er es zu diesem Zeitpunkt nicht schaffen sollte. Er ist konstant. Das Ferrari-Auto verbessert sich recht gut. Die Upgrades, die in Barcelona funktionierten, haben ihm offensichtlich Auftrieb gegeben. Ohne diese sind sie nicht wettbewerbsfähig genug“, sagte Palmer im „F1 Nation“-Podcast.
„Aber im Verlauf der Saison – von Melbourne über Japan bis nach Miami – sieht man, wie sich der einst riesige Abstand zwischen Mercedes und dem Rest des Feldes verringert. Sei es, dass McLaren mitkämpft, sei es, dass Verstappen bei einigen Rennen aus der ersten Startreihe ins Rennen geht, sei es, dass nun Ferrari mit einem wieder in Form gekommenen Lewis in der Lage ist, ein Rennen zu gewinnen und eine Strategie aufzustellen“, fügte der Brite hinzu.
Während Palmer Ferrari auf dem richtigen Weg sieht, erwartet er auch, dass Mercedes schnell reagieren wird, da sich der Kampf an der Spitze verschärft. Die Silberpfeile haben bisher einen Großteil der Saison dominiert und werden es wohl kaum zulassen, dass ihre Rivalen den Rückstand aufholen, ohne selbst zu reagieren.
„Mercedes wird unweigerlich reagieren, und ich denke, dass die nächsten paar Rennen vielleicht eher zugunsten von Mercedes ausfallen werden. Was die Strecke angeht, ist Österreich sicherlich günstiger für Mercedes, als man auf dem Papier für Ferrari vermuten würde. Aber die Saison ist lang, und zwischen Hamilton und Antonelli liegen derzeit nur 41 Punkte“, schloss Palmer.
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