Photo: Audi
Der Weltmotorsportrat hat eine Reihe zuvor vereinbarter Änderungen an den Vorschriften für die Antriebseinheiten der Formel 1 offiziell genehmigt, die sowohl den aktuellen Entwicklungsweg bis 2028 als auch die bevorstehenden Testverfahren vor Saisonbeginn betreffen.
Der Weltmotorsportrat hat eine Reihe von Änderungen an den Vorschriften für die Antriebseinheiten der Formel 1 offiziell bestätigt, nachdem sich die Formel 1, die FIA und die FOM kürzlich auf die künftige Ausrichtung der Motorenentwicklung geeinigt hatten.
Die Änderungen werden das Leistungsgleichgewicht zwischen Verbrennungsmotor und Hybridsystem schrittweise verschieben, wobei das langfristige Ziel für das Jahr 2028 festgelegt wurde. Bis dahin soll sich das Verhältnis voraussichtlich auf etwa 60 Prozent aus dem Verbrennungsmotor und 40 Prozent aus dem MGU-K-System verlagern. Dieser Übergang wird in zwei Schritten eingeführt.
Für die Saison 2027 wird der Kraftstoffdurchsatz um rund fünf Prozent erhöht, wodurch die Leistung des Verbrennungsmotors von etwa 400 kW auf rund 420 kW steigt. Gleichzeitig wird die elektrische Leistung aus der Batterie unter Standardbedingungen von 350 kW auf 300 kW reduziert, mit Ausnahme der Überholmodi. In einem weiteren Schritt im Jahr 2028 wird der Kraftstoffdurchfluss insgesamt um rund 13 Prozent erhöht, wodurch die Leistung des Verbrennungsmotors auf etwa 450 kW steigen kann.
Einige Anpassungen treten bereits früher in Kraft, darunter ein neuer „Boost“-Modus für nasse Fahrbedingungen. Das System dient der Sicherheit bei geringer Bodenhaftung oder schlechter Sicht und soll sicherstellen, dass die Fahrzeuge ihr Leistungsniveau beibehalten, anstatt zusätzliche Gesamtleistung zu gewinnen. Unter diesen Bedingungen wird der herkömmliche Überholmodus deaktiviert.
Eine weitere Änderung betrifft die Tests vor Saisonbeginn. Aufgrund der Komplexität der aktuellen Vorschriften wird die Anzahl der Testtage vor der nächsten Saison von drei auf vier erhöht, wodurch die Teams zusätzliche Zeit erhalten, sich an die sich weiterentwickelnden technischen Rahmenbedingungen anzupassen.
Die FIA bestätigte zudem, dass derzeit Gespräche über die langfristige Ausrichtung der Formel-1-Antriebseinheiten über das Jahr 2030 hinaus geführt werden. Konzepte wie V8-Motoren, die mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden, sind weiterhin Teil des umfassenden Bewertungsprozesses und spiegeln die vom Dachverband beschriebene Bereitschaft aller Beteiligten wider, das nächste Kapitel des Sports mitzugestalten.
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