Photo: Alpine F1 Team
Der Geschäftsführer des Alpine F1 Teams, Steve Nielsen, hat zugegeben, dass er wegen des kühnen Heckflügelkonzepts des Teams für die Formel-1-Saison 2026 "nervös" ist.
Ab 2026 wird die Formel 1 das herkömmliche DRS-System abschaffen und durch eine aktive Aerodynamik an den Front- und Heckflügeln ersetzen. Auf den Geraden werden sich die Flügel anpassen, um den Luftwiderstand zu verringern und die Höchstgeschwindigkeit zu erhöhen. Die meisten Teams haben sich für eine Lösung entschieden, die optisch dem alten DRS-Konzept ähnelt, wobei sich der Heckflügel öffnet, um einen größeren Spalt zu schaffen.
Alpine hat jedoch einen anderen Weg eingeschlagen. Anstatt dass sich der Spalt im Geradeaus-Modus öffnet, klappt der Heckflügel zusammen. Dies ist ein deutlicher optischer Unterschied, der im gesamten Fahrerlager für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Das Team setzte dieses Design während der Vorsaisontests ein, während einige Konkurrenten kurzzeitig mit alternativen Ideen experimentierten, bevor sie zu konventionelleren Layouts zurückkehrten.
Auf die Frage, ob es ihn beunruhige, dass kein anderes Team die gleiche Richtung eingeschlagen habe, antwortete Nielsen offen: "Natürlich tut es das", sagte er, "aber diese Frage lässt sich wahrscheinlich besser später in der Saison beantworten."
Er wies darauf hin, dass Andersartigkeit immer ein gewisses Maß an Zweifel mit sich bringt, insbesondere in einem Jahr, in dem sich die Vorschriften stark geändert haben: "Wenn etwas ungewöhnlich ist, heißt das nicht, dass es falsch ist, und wir haben es aus unseren eigenen Gründen getan, aber natürlich denkt man: 'Wow, das ist nicht dasselbe.'"
Nielsen machte deutlich, dass Alpine an seine Arbeit glaubt, aber akzeptiert, dass es in der Formel 1 keine Garantien gibt: "Es ist ein offensichtlicher Unterschied, aber ob es die richtige Richtung oder die falsche Richtung ist, wer weiß", sagte er.
Das Team beobachtet genau, was andere machen, und vergleicht ständig Daten: "Wir werten alles aus, absolut alles, zusammen mit dem, was wir an anderen Autos sehen", erklärte Nielsen. "Wenn wir etwas sehen, modellieren wir es und versuchen, es zu reproduzieren."
Der vorsichtige Optimismus von Alpine kommt nach einer positiven Vorsaison. Das Team hat den Motorenlieferanten gewechselt und fährt jetzt mit Mercedes-Aggregaten, nachdem es seinen Renault-Werksstatus aufgegeben hat. Die ersten Anzeichen deuten darauf hin, dass das neue Auto im oberen Mittelfeld konkurrenzfähig ist, wobei ein enger Kampf um die fünftbeste Position erwartet wird.
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