Photo: Red Bull Content Pool
Formel-1-CEO Stefano Domenicali hat die neuen Regeln für 2026 gegen wachsende Kritik verteidigt. Auf Beschwerden über „künstliche“ Überholmanöver erklärte er, dass ähnliche Herausforderungen bereits in der Turbo-Ära der 1980er Jahre existierten.
Stefano Domenicali hat deutlich auf die Kritiker der neuen technischen Formel-1-Regeln reagiert, die nach den ersten drei Rennen der Saison 2026 stark diskutiert werden.
Die neuen Power Units nutzen eine Aufteilung von 50:50 zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Leistung, wobei die verbesserten Hybridsysteme bis zu 350 kW liefern. Die ersten Rennen des Jahres brachten jedoch mehrere Probleme ans Licht.
Sowohl in Australien als auch in Japan konnten die Fahrer ihre Qualifying-Runden nicht ohne Lift-and-Coast-Phasen oder sogenanntes „Super-Clipping“ absolvieren. Dabei bleibt das Gaspedal voll gedrückt, doch das Auto wird langsamer, weil die Energiefreisetzung endet und die Batterie wieder geladen wird.
Zusammen mit dem, was einige Fahrer als Rennen im Stil von „Mario Kart“ bezeichneten, führte dies in der Aprilpause zu mehreren Treffen zwischen Formel 1, der FIA und den Teams, um mögliche Verbesserungen zu besprechen.
Domenicali hält die Kritik jedoch für übertrieben und weist Behauptungen zurück, das Racing sei künstlich.
„Einige Leute sagen, Überholen sei künstlich. Was daran ist künstlich?“, sagte Domenicali gegenüber Autosport.
„Überholen ist Überholen, und die Menschen haben ein kurzes Gedächtnis. Schon in der Turbo-Ära der 1980er Jahre habe ich die Formel 1 verfolgt, und Lift and Coast, unterschiedliche Turbos und verschiedene Geschwindigkeiten gab es damals bereits. Man musste managen, sonst war der Tank zu klein. Vielleicht haben einige ältere Leute, die kritisieren oder Kommentare abgeben, ein kurzes Gedächtnis, denn in den 80er Jahren gab es all das ebenfalls“, fügte der F1-Chef hinzu.
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