Ducati rutscht in der aktuellen Aktualisierung der MotoGP-Ausnahmeregelungen aus Rang A ab

Photo: Ducati Racing

17. 07. 2026 09:57 CET
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Ducati rutscht in der aktuellen Aktualisierung der MotoGP-Ausnahmeregelungen aus Rang A ab

Eliška Ryšánková

Eliška Ryšánková

News.GP-Journalist, der sich mit der spannenden Welt der MotoGP und der Formel 1 beschäftigt.

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Die Rangliste der Konzessionsklassen in der MotoGP hat sich nach dem Großen Preis von Deutschland verändert: Ducati ist zum ersten Mal aus der Klasse A abgestiegen, Aprilia ist in die Klasse B aufgestiegen und Honda kehrt in die Klasse D zurück. Diese Veränderungen finden in der letzten Saison statt, bevor die Meisterschaft 2027 neue 850-ccm-Motorräder und neue technische Vorschriften einführt.

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Die MotoGP tritt in die Endphase ihres derzeitigen Konzessionssystems ein, bevor 2027 die neuen technischen Vorschriften in Kraft treten. Ab dieser Saison starten alle Hersteller wieder vom gleichen Ausgangspunkt, da die Meisterschaft mit 850-ccm-Motorrädern und Pirelli-Reifen in eine neue Ära eintritt.

Das Konzessionssystem soll den Herstellern helfen, ihre Leistung zu verbessern. Alle sechs Monate wertet die MotoGP die Punkte aus, die jeder Hersteller in den vorangegangenen 12 Monaten erzielt hat. Die Ergebnisse entscheiden darüber, welche Konzessionsstufe jeder Hersteller für die nächsten sechs Monate erhält. Diese Einstufungen wirken sich auf Testfahrten, die Motorenentwicklung und Wildcard-Teilnahmen aus.

Nach dem Großen Preis von Deutschland, der die Halbzeit der Saison 2026 markierte, gab es mehrere wichtige Veränderungen.

Ducati ist zum ersten Mal seit der Einführung des aktuellen Konzessionssystems im Jahr 2024 von Rang A auf Rang B zurückgefallen. Der italienische Hersteller erzielte in den letzten 12 Monaten 84,5 % der verfügbaren Punkte. Um in Rang A zu bleiben, muss ein Hersteller mindestens 85 % erreichen, sodass Ducati das Ziel um nur einen halben Prozentpunkt verfehlte.

Aprilia hat gute Fortschritte gemacht und ist von Rang C in Rang B aufgestiegen. Der italienische Hersteller sammelte 72 % der verfügbaren Punkte und liegt damit komfortabel im Bereich von Rang B, der zwischen 60 % und 85 % liegt. KTM verbleibt in Rang C, nachdem das Unternehmen 49,8 % der möglichen Punkte erreicht hat – dies reichte nicht aus, um Rang B zu erreichen.

Honda ist nach nur einer halben Saison in Rang C wieder auf Rang D zurückgefallen. Der japanische Hersteller erzielte im vergangenen Jahr 31,8 % der möglichen Punkte und lag damit unter den für den Verbleib in Rang C erforderlichen 35 %. Auch Yamaha bleibt mit 23,5 % der möglichen Punkte in Rang D.

Ducati kommt nun dank des Aufstiegs in Rang B in den Genuss einiger zusätzlicher Vorteile. Das Werk kann in den nächsten sechs Monaten drei Wildcard-Starts nutzen, nachdem es mehr als zwei Jahre lang keine Wildcard-Fahrer einsetzen durfte. Diese Starts könnten an den langjährigen Testfahrer Michele Pirro oder den Führenden der Superbike-Weltmeisterschaft, Nicolo Bulega, vergeben werden, von dem allgemein erwartet wird, dass er in der nächsten Saison im Rahmen eines werksunterstützten Vertrags zum VR46-Team wechselt.

Ducati erhält zudem 190 statt 170 Testreifen und behält das Recht auf ein aerodynamisches Update während der Saison.

Für Aprilia bringt der Wechsel in die Rangstufe B nur eine geringfügige Änderung mit sich. Die Anzahl der Testreifen des Werksteams wird von 220 auf 190 reduziert, während die übrigen Vergünstigungen weitgehend unverändert bleiben.

Honda verschafft sich durch die Rückkehr in Rang D den größten Vorteil. Der Hersteller kann wieder mit seinen Vollzeit-Rennfahrern testen, erhält 40 zusätzliche Testreifen und verfügt über uneingeschränkte Motorentwicklung. Diese Vorteile sollen den Herstellern helfen, den Rückstand auf die Spitzengruppe schneller aufzuholen.

Das derzeitige Konzessionssystem läuft nach der Saison 2026 aus. Wenn 2027 die neuen technischen Vorschriften in Kraft treten, starten alle MotoGP-Hersteller in Rang B, wodurch alle Hersteller die gleichen Konzessionen erhalten, wenn sie die Arbeit an völlig neuen Motorrädern aufnehmen.

Viele Hersteller haben ihre Aufmerksamkeit bereits von der Entwicklung der aktuellen 1000-ccm-Maschinen abgewendet. Stattdessen konzentrieren sich die Ingenieure auf die neuen 850-ccm-Prototypen, die ab 2027 im Einsatz sein werden. Einige Fahrer haben diese Motorräder bereits in Brünn getestet, und weitere Testfahrten sind nach dem Großen Preis von Österreich geplant. Der erste offizielle Test, bei dem voraussichtlich alle Teams gemeinsam die neuen Motorräder fahren werden, findet am 1. Dezember in Valencia statt und markiert einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung der nächsten Generation der MotoGP.

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