Photo: FIA
Die FIA hat eine dringende Erklärung abgegeben, nachdem Oliver Bearman beim Großen Preis von Japan in einen schweren Highspeed-Crash verwickelt war, der neue Bedenken hinsichtlich des neuen Formel-1-Reglements für 2026 aufkommen ließ.
Der Vorfall ereignete sich in der Anfahrt zur Spoon Curve, wo Bearman schnell auf Franco Colapinto aufschloss. Bei einem Geschwindigkeitsunterschied von rund 50 km/h war der Brite gezwungen, ein Ausweichmanöver zu starten. Er lief auf die Wiese, verlor die Kontrolle und schlug mit 208 km/h und 50 G hart in die Leitplanken ein. Bearman schaffte es, aus dem Auto zu klettern, blieb aber humpelnd zurück, später wurde eine Knieprellung diagnostiziert. Glücklicherweise wurden keine schwereren Verletzungen festgestellt.
Der Unfall hat einmal mehr die Bedenken hinsichtlich der hohen Schlussgeschwindigkeiten nach den neuen Regeln deutlich gemacht, bei denen einige Autos auf den Geraden langsamer werden, um Energie zu sparen, während andere mit voller Geschwindigkeit weiterfahren. Nach dem Rennen gab McLaren-Teamchef Andrea Stella zu, dass die Situation nicht unerwartet war. Er erklärte, dass die Teams genau dieses Szenario bereits bei den Tests angesprochen und davor gewarnt hätten, dass Unterschiede in der Energieausnutzung zu gefährlichen Momenten auf der Strecke führen könnten. Stella betonte, dass die Formel 1 nicht auf weitere Vorfälle warten sollte, bevor sie handelt, und fügte hinzu, dass der Sport eine klare Verantwortung hat, Änderungen einzuführen, insbesondere wenn die Sicherheit gefährdet ist.
Ähnliche Bedenken äußerte auch Carlos Sainz, der sich im Namen der Fahrer zu Wort meldete. Er teilte mit, dass das Thema bereits in Suzuka mit der FIA besprochen worden sei und dass die Fahrer davor gewarnt hätten, dass diese Art von Unfall wahrscheinlich sei. Sainz wies darauf hin, dass Suzuka zwar über Auslaufzonen verfüge, die Folgen auf Straßenkursen wie Baku oder Singapur, wo es nur wenig Spielraum für Fehler gebe, jedoch weitaus schlimmer sein könnten. Er forderte eine "bessere Lösung", um sicherere Rennen zu gewährleisten, und stellte klar, dass das Problem nicht nur das Qualifying, sondern auch die Rennen betrifft.
Here’s the moment Bearman went into the barriers at Spoon #F1 #JapaneseGP pic.twitter.com/XmurXApWkp
— Formula 1 (@F1) March 29, 2026
Daraufhin bestätigte die FIA, dass im April Sitzungen stattfinden werden, um die ersten Auswirkungen des Reglements für 2026 zu prüfen und zu beurteilen, ob vor dem nächsten Rennen in Miami Änderungen erforderlich sind. Der Dachverband veröffentlichte auch eine vollständige Erklärung:
"Nach dem Unfall von Oliver Bearman beim GP von Japan und dem Beitrag der hohen Annäherungsgeschwindigkeiten zu dem Unfall möchte die FIA die folgenden Klarstellungen vornehmen.
Seit seiner Einführung war das Reglement 2026 Gegenstand ständiger Diskussionen zwischen der FIA, den Teams, den Herstellern von Antriebseinheiten, den Fahrern und der FOM. Das Reglement sieht eine Reihe von einstellbaren Parametern vor, insbesondere in Bezug auf das Energiemanagement, die eine Optimierung auf der Grundlage von Daten aus der Praxis ermöglichen.
Alle Beteiligten haben sich dafür ausgesprochen, dass nach der Eröffnungsphase der Saison eine strukturierte Überprüfung stattfinden soll, damit genügend Daten gesammelt und analysiert werden können. Im April sind daher mehrere Sitzungen geplant, um die Funktionsweise der neuen Verordnungen zu bewerten und festzustellen, ob Verfeinerungen erforderlich sind.
Mögliche Anpassungen, insbesondere in Bezug auf das Energiemanagement, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen. Die FIA wird weiterhin eng und konstruktiv mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis für den Sport zu erzielen, und die Sicherheit wird immer ein Kernelement der FIA-Mission bleiben. Zum jetzigen Zeitpunkt wären Spekulationen über die Art der möglichen Änderungen verfrüht. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben."
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