F1 2026: Neues Startverfahren für das Rennen erklärt

Photo: Getty Images / Red Bull Content Pool

04. 03. 2026 19:00 CET
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F1 2026: Neues Startverfahren für das Rennen erklärt

Tereza Hořínková

Tereza Hořínková

News.GP-Journalist, der sich auf F1 und MotoGP spezialisiert

Formel 1 F1-Saison 2026 F1 F1 erklärt

Die Regeländerungen der Formel 1 für 2026, einschließlich der Abschaffung der MGU-H, haben das Turboloch wieder eingeführt und die FIA veranlasst, das Startverfahren anzupassen.

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Die Überarbeitung des Reglements der Formel 1 für 2026 brachte eine große Veränderung der Antriebseinheiten mit sich, insbesondere die Abschaffung der MGU-H. Diese Motor-Generator-Einheit war mit dem Turbolader verbunden und sorgte dafür, dass dieser auch bei niedrigen Drehzahlen drehte. Dank dieses Systems wurde das Turboloch in der vorherigen Fahrzeuggeneration fast vollständig beseitigt.

Ohne die MGU-H ist der Turbo nun vollständig auf die Abgase angewiesen, um die volle Drehzahl zu erreichen. Je höher die Motordrehzahl, desto schneller strömen die Abgase und desto schneller dreht der Turbo. Das braucht jedoch Zeit. Wenn der Turbo nicht bereits die Höchstdrehzahl erreicht hat, kommt es zu einer Verzögerung zwischen dem Betätigen der Drosselklappe und dem Erreichen der vollen Leistung. Diese Verzögerung wird als Turboloch bezeichnet. Infolgedessen kann der Verbrennungsmotor nicht sofort sein volles Drehmoment abgeben, was das Entkommen aus dem Netz erschwert.

Um dieses Problem zu lösen, müssen die Fahrer nun die Motordrehzahl früher erhöhen, während sie auf den Start warten. Der Turbo muss bereits vor dem Erlöschen der Startampel auf Hochtouren laufen, um keine Zeit zu verlieren. Das Management der Drehzahl und das Loslassen der Kupplung im richtigen Moment sind entscheidend für einen starken Start, insbesondere in den ersten Rennen der Saison, in denen die Teams noch lernen.

Aus Sicherheitsgründen hat die FIA eine kleine Änderung am Startverfahren vorgenommen. Ab 2026 wird es eine zusätzliche fünf Sekunden lange Vorstartphase geben, bevor die übliche Lichtsequenz beginnt. Während dieser Zeit blinken die Starttafeln blau, so dass die Fahrer die Möglichkeit haben, die Drehzahl richtig zu erhöhen. Das System wurde während der Vorsaison in Bahrain getestet und wird ab dem ersten Rennen in Australien zum Einsatz kommen.

Einige Teams hatten bereits versucht, die Auswirkungen des Turbolochs durch ihre Konstruktionsentscheidungen zu verringern. Ferrari soll einen kleineren Turbolader entwickelt haben, um die Trägheit zu verringern und das Ansprechverhalten bei niedrigen Geschwindigkeiten zu verbessern. Teamchef Frédéric Vasseur sagte, es sei immer klar gewesen, dass die Entfernung der MGU-H das Turboloch wieder zu einem Faktor machen würde, und gab zu, dass er überrascht war, dass das Startverfahren angepasst wurde, nachdem die Hersteller ihre Motoren entsprechend ausgelegt hatten.

Auch andere im Fahrerlager sprachen über die Situation, darunter Ayao Komatsu vom Haas F1 Team, der einräumte, dass das Turboloch etwas sei, mit dem die Fahrer sorgfältig umgehen müssten. Bei einer so großen technischen Umstellung mussten die Teams Kompromisse zwischen Spitzenleistung und Fahrbarkeit eingehen. Das Ergebnis könnten unvorhersehbarere und spannendere Rennstarts in der ersten Hälfte der Saison 2026 sein.

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