Photo: Ferrari
Nach den Tests deutet vieles auf eine äußerst unberechenbare F1-Saison 2026 hin. NewsGP bewertet alle elf Teams und hebt die größten Überraschungen sowie die Topfavoriten hervor.
P11: Aston Martin
Aston Martin wirkte nach den Tests am wenigsten vorbereitet, wobei ein Großteil der Probleme mit der Honda-Powerunit zusammenhing. Wiederholte motorbedingte Unterbrechungen verhinderten konstante Longruns und eine fundierte Bewertung der Rennpace. Es könnte noch verborgenes Potenzial geben, doch aus Sicht des Motorenprogramms erschien Aston Martin als das am wenigsten eingespielte Team der Vorbereitung.
P10: Cadillac
Der F1-Neuling verfolgt einen pragmatischen Ansatz. Cadillac fehlt es an maximalem Abtrieb und Stabilität bei schnellen Richtungswechseln, doch die Plattform ist mechanisch berechenbar und relativ reifenschonend. Das ist eine solide Basis. Punkte dürften Chaos vor ihnen erfordern, aber es ist kein peinliches Debüt.
P9: Williams
Williams zahlt offenbar den Preis für ein ambitioniertes Konzept. Das Auto wirkt leicht übergewichtig und hat beim Einlenken eine begrenzte Front. Einzelrundenzeiten sahen auf weicheren Reifen teilweise besser aus als die Realität, doch Rennsimulationen zeigten Inkonsistenzen. Entwicklungspotenzial ist vorhanden, aber es bleibt viel Arbeit.
P8: Audi
Audi zeigte über die drei Testwochen eine der klarsten Aufwärtstendenzen. Frühe Instabilität beim Bremsen und unruhige Energie-Deployments wurden schrittweise verbessert. Die absolute Leistung der Powerunit ist schwer einzuschätzen, da sie nur von einem Team genutzt wird, doch Integration und Fahrbarkeit verbesserten sich deutlich.
P7: Racing Bulls
Racing Bulls setzt auf eine aggressive Heck-Philosophie, die Mut belohnt, aber Überfahren bestraft. In schnellen Passagen wirkt das Auto stark, in harten Bremszonen jedoch noch leicht nervös. Das Potenzial für die obere Mittelfeldgruppe ist da, entscheidend wird die Konstanz.
P6: Haas
Haas sorgte zwar nicht für Schlagzeilen, absolvierte jedoch eines der komplettesten Testprogramme. Gute Korrelation zwischen Simulator und Strecke, solide Zuverlässigkeit und ausgewogener Reifenverschleiß liefern eine stabile Basis. Es fehlt ein klarer Vorteil, aber ebenso offensichtliche Schwächen – ein möglicher Pluspunkt 2026.
P5: Alpine
Alpine wirkt geschlossener als in früheren Entwicklungszyklen. Effiziente Kühlung und kompakte Bauweise ermöglichen konstante Longruns. Traktion aus langsamen Kurven bleibt ein Thema, doch die aerodynamische Plattform wirkt stabil und anpassungsfähig.
P4: Red Bull
Red Bull strahlt keine unantastbare Dominanz mehr aus, bleibt aber klar konkurrenzfähig. Das Auto überzeugt in mittelschnellen Kurven und bei der Energiebereitstellung. Ob noch Reserven vorhanden sind oder bereits das Limit erreicht ist, bleibt offen.
P3: McLaren
McLaren wirkt eines der ausgewogensten Pakete außerhalb der klassischen Werksteams. Besonders das Reifenmanagement auf längeren Stints überzeugte. Ein kleiner Topspeed-Nachteil ist möglich, doch Gesamtbalance und Konstanz bringen sie klar ins Spitzenfeld.
P2: Ferrari
Ferrari kombinierte auffällige technische Innovation mit echter Geschwindigkeit. Starke Beschleunigungsphasen und eine reaktionsschnelle Frontachse fielen auf. In längeren Rennsimulationen fehlte jedoch etwas Konstanz gegenüber Platz eins. Das Potenzial ist hoch, entscheidend wird die Umsetzung.
P1: Mercede
Mercedes wirkte insgesamt am komplettesten. Nicht immer die spektakulärsten Zeiten, aber die größte Stabilität bei verschiedenen Benzinmengen und Reifenmischungen. Energierückgewinnung scheint gut integriert, das Auto bleibt beim Bremsen und Herausbeschleunigen stabil. Wenn sich die Testform bestätigt, startet Mercedes als Referenzteam.
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