Photo: Rob Gray (Polarity Photo)
Die MotoGP erwägt eine große Regeländerung ab 2027, die dazu führen könnte, dass die Fahrer an Rennwochenenden nur noch ein Motorrad benutzen. Der Vorschlag ist Teil umfassenderer Bemühungen, die Kosten zu senken, die Sicherheit zu verbessern und die Rennen in Zukunft enger zu gestalten
Die MotoGP könnte ab der Saison 2027 eine sehr große Änderung vornehmen. Die Meisterschaft denkt nun darüber nach, jedem Fahrer zu erlauben, nur ein Motorrad während eines Rennwochenendes zu benutzen, anstatt zwei. Im Moment hat jeder MotoGP-Fahrer normalerweise zwei Maschinen in der Garage.
Die Idee ist Teil der breiteren Gespräche zwischen den MotoGP-Organisatoren, den Herstellern und den Teams über die zukünftigen Regeln für den Sport zwischen 2027 und 2031. Der Hauptgrund für den Vorschlag ist, die Kosten zu senken. Die Teams könnten weniger Mechaniker und Ingenieure benötigen, wenn sie nur ein Motorrad für jeden Fahrer vorbereiten.
Die Fahrer der Moto2 und Moto3 fahren bereits seit vielen Jahren mit nur einem Motorrad. Die MotoGP könnte einem ähnlichen System folgen. Eine andere Möglichkeit ist das Format, das derzeit in der World Superbike verwendet wird. In dieser Meisterschaft haben die Fahrer offiziell ein Motorrad, aber die Teams können eine Ersatzmaschine in der Garage oder im LKW für Notfälle aufbewahren. Wenn das Hauptmotorrad schwer beschädigt ist, können die Offiziellen das Ersatzmotorrad für den Einsatz freigeben.
Diese Änderung würde die Art und Weise, wie die MotoGP-Teams während der Trainings und Rennen arbeiten, komplett verändern. Momentan testen die Fahrer oft zwei verschiedene Setups gleichzeitig, indem sie beide Motorräder benutzen. Wenn nur noch eine Maschine zur Verfügung stünde, müssten die Teams ihre Entscheidungen sorgfältiger treffen und könnten wertvolle Testzeit während der Rennwochenenden verlieren.
Der Vorschlag könnte sich auch auf "Flag-to-Flag"-Rennen auswirken. Diese Rennen finden statt, wenn sich die Wetterbedingungen plötzlich ändern, normalerweise von trocken zu nass. Derzeit fahren die Fahrer in die Boxengasse und wechseln schnell von einem Motorrad auf ein anderes, das mit anderen Reifen ausgestattet ist. Dieser Vorgang dauert normalerweise nur ein paar Sekunden. Wenn die MotoGP zu einem Ein-Bike-System übergeht, könnten die Teams stattdessen in der Garage anhalten und die Reifen wechseln müssen, ähnlich den Regeln der World Superbike.
Die MotoGP bereitet sich bereits auf größere Regeländerungen im Jahr 2027 vor. Die Motorräder werden von 1000-ccm-Motoren auf kleinere 850-ccm-Motoren umgestellt, um die Sicherheit zu verbessern und die Höchstgeschwindigkeit zu reduzieren. Auch die aerodynamischen Teile werden reduziert und alle Vorrichtungen zur Erhöhung der Fahrhöhe werden verboten. Der Sport wird auch 100 % nachhaltigen Kraftstoff einführen und einen neuen Reifenlieferanten haben: Pirelli ersetzt Michelin.
Einige Experten sind der Meinung, dass die neuen Regeln die Rennen für die Fans enger und spannender machen könnten. Kleinere Motoren und eine geringere Aerodynamik könnten die Motorräder zwar langsamer, aber schwieriger zu fahren machen, so dass das Können des Fahrers wieder eine größere Rolle spielen könnte.
Der Ein-Bike-Vorschlag wurde noch nicht genehmigt. Die MotoGP braucht noch die offizielle Zustimmung der Grand Prix Commission, bevor die Regel Realität werden kann. Die Diskussionen zeigen jedoch, dass die Meisterschaft ernsthaft über größere Veränderungen nachdenkt, während sie sich auf eine neue Ära ab 2027 vorbereitet.
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