Photo: Gold & Goose / Red Bull Content Pool
Alex Márquez wird 2027 nach drei erfolgreichen Saisons bei Gresini Racing zum MotoGP-Werksteam von KTM wechseln. Der Spanier sagt, er habe die Chance, wieder Werksfahrer zu werden, unmöglich ausschlagen können. Er freut sich auf die neue 850-ccm-Ära der MotoGP und hofft, um Siege und den Weltmeistertitel kämpfen zu können.
Alex Márquez wird Gresini Racing zum Ende der MotoGP-Saison 2026 verlassen, um ab 2027 für das Werksteam von KTM zu fahren. Dieser Wechsel erfolgt zu Beginn einer neuen Ära in der MotoGP, in der die Meisterschaft 850-ccm-Maschinen, neue technische Vorschriften und neue Reifen einführen wird.
Marquez erklärte, dass es sein Hauptziel sei, wieder Werksfahrer zu werden, nachdem er in der vergangenen Saison den zweiten Platz in der MotoGP-Meisterschaft belegt hatte. Er ist überzeugt, dass ihm die Teilnahme für ein Werksteam die besten Chancen bietet, um Rennsiege und den Weltmeistertitel zu kämpfen, da Werksfahrer die neuesten Motorrad-Upgrades erhalten, sobald diese verfügbar sind.
KTM nahm direkt Kontakt zu Márquez auf und machte deutlich, dass man ihn als wichtigen Teil der eigenen Zukunft sehen wolle. Der spanische Fahrer sagte, dies habe ihm das Gefühl gegeben, geschätzt zu werden, und ihn davon überzeugt, dass das Projekt das richtige sei. Zudem kennt er mehrere Mitarbeiter bei KTM aus früheren Phasen seiner Karriere, was ihm die Entscheidung erleichtert habe.
Márquez wird an der Seite von Fabio di Giannantonio in einer komplett neuen KTM-Werksaufstellung an den Start gehen. Beide Fahrer fuhren zuvor Ducati-Maschinen, bevor sie zum österreichischen Hersteller wechselten.
Dies ist erst das zweite Mal, dass Márquez für ein Werksteam in der MotoGP fährt. Seine erste Chance erhielt er 2020, als er nach dem Rücktritt von Jorge Lorenzo als Rookie zum Honda-Werksteam stieß. Es war eine schwierige Saison, da sich sein Bruder Marc Márquez im Eröffnungsrennen eine schwere Verletzung zuzog, wodurch Alex unter zusätzlichem Druck stand. Trotz dieser Herausforderungen schaffte er zwei Podiumsplätze und sammelte wertvolle Erfahrungen.
Seitdem hat sich Márquez zu einem der stärksten Fahrer der MotoGP entwickelt. Nach schwierigen Jahren bei Honda baute er seine Karriere bei Gresini Racing wieder auf, wo er ein wettbewerbsfähiges Motorrad und ein unterstützendes Team vorfand. In seiner ersten Saison bei Gresini gewann er ein Sprintrennen und wurde später zu einem der führenden Fahrer von Ducati. Seine starken Leistungen brachten ihm eine Ducati in Werksspezifikation ein, was ihm half, regelmäßig ganz vorne mitzufahren.
Der mittlerweile 30-jährige Marquez ist überzeugt, über die nötige Erfahrung zu verfügen, um ein Werksprojekt mitzugestalten. Er erklärte, dass das Feedback der Fahrer durch die neuen MotoGP-Regeln ab 2027 noch wichtiger werde, da die Hersteller klare Informationen benötigten, um ihre neuen Motorräder zu entwickeln. Er fügte jedoch hinzu, dass seine Hauptaufgabe nach wie vor darin bestehe, auf der Strecke schnell zu sein, um Podiumsplätze zu kämpfen und Rennen zu gewinnen.
Obwohl Werksfahrer in der Regel höhere Gehälter beziehen als Fahrer in Satellitenteams, sagte Márquez, Geld sei nicht der Hauptgrund für seine Entscheidung gewesen. Vielmehr hätten ihn die langfristigen Pläne von KTM, die am Projekt beteiligten Personen und die Chance gereizt, sich seinen Traum zu erfüllen, wieder für ein Werksteam zu fahren.
Der Abschied von Gresini wird einer der schwierigsten Aspekte dieses Wechsels sein. Márquez sagte, er habe während des gesamten Prozesses offen mit Teambesitzerin Nadia Padovani gesprochen, weil er ehrlich über seine Zukunft sein wollte. Er hatte ihr versprochen, dass sie als Erste davon erfahren würde, sollte ihm ein Werksteam einen Vertrag anbieten.
Zwar war Padovani natürlich enttäuscht, einen ihrer Starfahrer zu verlieren, doch Marquez sagte, sie habe seine Entscheidung auch verstanden und sei der Meinung, dass er diese Chance verdiene. Ihre positive Beziehung spiegelt die wichtige Rolle wider, die Gresini dabei gespielt hat, ihm beim Wiederaufbau seiner MotoGP-Karriere zu helfen.
Der Wechsel zu KTM stellt eine der größten Veränderungen im Vorfeld der Saison 2027 dar. Da neue technische Regeln für jeden Hersteller einen Neuanfang bedeuten, hofft Marquez, dass ihm der Wechsel die Chance bietet, um weitere Siege zu kämpfen und seinen ersten MotoGP-Weltmeistertitel anzustreben.
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