Photo: Red Bull Content Pool
Die FIA hat ein cleveres Qualifying-Schlupfloch geschlossen, das von Mercedes und Red Bull genutzt wurde. Das System brachte am Ende schneller Runden wertvolle Hundertstelsekunden durch zusätzliche Leistung.
Die FIA hat aktualisierte technische Richtlinien veröffentlicht, um einen cleveren Qualifying-Trick zu verbieten, den Mercedes und Red Bull in der Anfangsphase der Formel-1-Saison 2026 genutzt hatten.
Laut einem Bericht von The Race fanden beide Teams einen Weg, auf den letzten Metern einer Qualifying-Runde zusätzliche Geschwindigkeit zu gewinnen, indem sie eine Grauzone im neuen Reglement für Hybrid-Antriebseinheiten ausnutzten.
Nach den normalen Regeln muss die elektrische Leistungsabgabe des MGU-K beim Annähern an die Zeitlinie schrittweise um 50 kW pro Sekunde reduziert werden. Mercedes und Red Bull sollen jedoch eine Methode entdeckt haben, mit der sie die maximale Leistung länger halten konnten, bevor das System unmittelbar vor der Linie sofort abgeschaltet wurde.
Das verschaffte ihnen einen kleinen, aber wichtigen Vorteil auf der Geraden – wertvolle Hundertstelsekunden im Qualifying, wo die Abstände oft extrem gering sind.
Das System funktionierte, weil die Notabschaltung des MGU-K eine verpflichtende Sperrzeit von 60 Sekunden auslöste. Im Rennen wäre das ein großer Nachteil gewesen, doch am Ende einer Qualifying-Runde spielte es kaum eine Rolle, da die Fahrer sofort in eine Cool-down-Runde gingen, in der keine volle Leistung benötigt wurde.
Die Notabschaltfunktion wurde ursprünglich eingeführt, um Komponenten bei technischen Problemen zu schützen – nicht als Performance-Werkzeug. Die FIA hat nun klargestellt, dass sie nur in echten Notfällen verwendet werden darf.
Auch Sicherheitsbedenken spielten bei der Entscheidung eine Rolle. Beim Japan-Grand-Prix-Wochenende erlitten Kimi Antonelli und Max Verstappen plötzliche Leistungsverluste, wodurch sie langsam durch Kurven fahren mussten, während Alexander Albon im Training wegen systembedingter Probleme anhalten musste.
The Race berichtete außerdem, dass Ferrari Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Fairness geäußert habe.
Mit der Schließung dieses Schlupflochs ist eine weitere umstrittene Auslegung der 2026er-Regeln verschwunden, und die Konkurrenz hofft nun auf noch engere Qualifying-Duelle in den kommenden Rennen.
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