Photo: Mercedes F1
George Russell glaubt, dass es noch zu früh ist, die neuen Formel-1-Regeln für 2026 zu beurteilen, obwohl mehrere Fahrer deutliche Bedenken zur neuen Fahrzeuggeneration geäußert haben.
Die Debatte über die neuen technischen Regeln der Formel 1 nimmt nach den ersten Vorsaisontests zu. Mehrere Fahrer hinterfragen das Fahrverhalten der 2026er Autos sowie den gestiegenen Energie-Management-Aufwand. Max Verstappen zählt zu den schärfsten Kritikern und verglich die neuen Autos bereits mit „Formel E auf Steroiden“.
George Russell erkennt an, dass ein Teil der Kritik berechtigt ist, warnt jedoch davor, zu früh endgültige Schlüsse zu ziehen.
„Seine Bedenken sind berechtigt. Wir sind erst am vierten Tag eines dreijährigen Entwicklungszyklus. Etwas Neues ist nie am ersten Tag perfekt – es entwickelt sich weiter“, sagte Russell zu Viaplay.
Er verwies auf frühere Regeländerungen wie die Hybridmotoren 2014, die ebenfalls Zeit brauchten, um ihr Potenzial zu entfalten.
„Ich bleibe offen. Wir fahren diese Autos erst seit vier Tagen und werden es drei Jahre tun. In dieser Zeit wird es große Fortschritte geben.
2014 haben sich viele Fahrer über die Motoren beschwert, am Ende waren es die stärksten Motoren, die die F1 je hatte. Deshalb ist es etwas verfrüht, zu laut zu urteilen – auch wenn manche Bedenken verständlich sind.“
Neben dem Energie-Management wurden auch komplizierte Startprozeduren kritisiert. Oscar Piastri warnte bereits vor einem möglichen „Rezept für ein Desaster“, falls Starts inkonstant bleiben.
Russell räumt ein, dass besonders die Starts noch Lernbedarf erfordern.
„Für Ingenieure sind das wohl die komplexesten Autos, die wir je hatten. Seit Barcelona haben wir bei den Starts Fortschritte gemacht. Ich weiß nicht, wie es bei den anderen Teams aussieht, aber ich hoffe, dass in Melbourne alles passt.“
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