Photo: Jiří Křenek / Active Pictures
Das neue aktive Aerodynamiksystem wird beim Großen Preis von Monaco nicht im Geradenmodus eingesetzt. Die FIA entschied, dass der legendäre Stadtkurs die erforderlichen Kriterien für einen sicheren und effektiven Einsatz des Systems nicht erfüllt.
Die Formel 1 wird beim Grand Prix von Monaco den aktiven Aerodynamikmodus für Geraden nicht nutzen, nachdem die FIA entschieden hat, dass die Strecke die notwendigen Anforderungen für dessen Einsatz nicht erfüllt.
Das neue aktive Aerodynamiksystem, das mit dem Reglement 2026 eingeführt wurde, ermöglicht bewegliche Front- und Heckflügel. Auf den Geraden wird dadurch der Luftwiderstand reduziert, während das Auto in den Kurven wieder in eine Konfiguration mit hohem Abtrieb zurückkehrt.
Obwohl Monaco in der Vergangenheit eine DRS-Zone auf der Start-Ziel-Geraden hatte, kam die FIA zu dem Schluss, dass die Strecke keinen geeigneten Abschnitt für den neuen „Straight Mode“ bietet.
Einer der Hauptgründe ist, dass die FIA das System nur in Bereichen einsetzen möchte, in denen die Fahrer nicht am Limit der Reifenhaftung fahren. Dies betrifft nicht nur Kurvenpassagen, sondern auch starke Brems- und Beschleunigungszonen, in denen ein Wechsel der Aerodynamikkonfiguration die Stabilität des Fahrzeugs beeinträchtigen könnte.
Der Stadtkurs von Monaco ist über die gesamte Runde hinweg stark von Traktion und Bremsverhalten abhängig, weshalb die Strecke als ungeeignet für die Aktivierung des Systems eingestuft wurde.
Ein weiterer wichtiger Faktor war die sogenannte „Drei-Sekunden-Regel“. Die FIA verlangt, dass jede Aktivierungszone länger als drei Sekunden dauert. Ziel ist es, sehr kurze Aktivierungen zu vermeiden, die die Arbeitsbelastung der Fahrer erhöhen würden, ohne einen bedeutenden Vorteil bei Leistung oder Kraftstoffeffizienz zu bringen.
Auch Sicherheitsaspekte spielten eine große Rolle bei der Entscheidung. Die FIA prüfte, ob das System nicht nur bei Qualifying-Runden mit wenig Benzin, sondern auch am Ende langer Rennstints mit nachlassender Reifenperformance sicher eingesetzt werden könnte.
Zusätzlich berücksichtigte der Weltverband die Auswirkungen höherer Höchstgeschwindigkeiten beim Anbremsen der engen und unforgiving Kurven von Monaco.
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